Sonnenstrom vom Hofdach: Warum Landwirte aufs Elektroauto setzen
Große Dachflächen, eigene Stromerzeugung, viele Kurzstrecken – der Bauernhof ist ideal für E-Mobilität
Redaktion Öko-Anbau2 Min.

Viele Höfe erzeugen mit Photovoltaik mehr Strom, als sie selbst brauchen. Warum sich ein Elektroauto für landwirtschaftliche Betriebe und Direktvermarkter besonders lohnen kann.
Scheunen, Ställe und Maschinenhallen haben eine Eigenschaft, die in der Energiewende Gold wert ist: große, meist unverschattete Dachflächen. Viele landwirtschaftliche Betriebe haben diese Flächen in den vergangenen Jahren mit Photovoltaik belegt. Seit die Einspeisevergütung gesunken ist, stellt sich auf vielen Höfen die Frage, wie sich mehr von diesem Strom selbst nutzen lässt. Eine naheliegende Antwort steht oft schon im Hof: das Auto.
Viele Kurzstrecken, lange Standzeiten
Das Fahrprofil auf einem Hof passt gut zum Elektroauto. Fahrten zum Landhandel, zur Molkerei, zum Wochenmarkt oder zu Kunden der Abokiste sind meist kurz und regelmäßig. Dazwischen steht das Fahrzeug lange am Hof und kann laden, wenn die Sonne scheint. Wer eine Wallbox mit Überschussladung installiert, fährt einen Großteil der Kilometer mit eigenem Sonnenstrom.
Direktvermarktung wird sauberer
Für Biobetriebe, die ihre Produkte direkt vermarkten, ist das auch eine Frage der Glaubwürdigkeit. Wer ökologisch anbaut und die Ware mit Solarstrom ausliefert, schließt einen Kreis, den Kundinnen und Kunden zunehmend wahrnehmen. In Niederbayern, wo viele Betriebe große Solaranlagen betreiben, zeigt ein Überblick zum Elektroauto in Landshut, welche Modelle für längere Überlandstrecken taugen.
Was ein Hofauto können muss
Ein Fahrzeug für den Betrieb muss mehr aushalten als ein Stadtauto. Wichtig sind Zuladung, Anhängelast, ein robuster Innenraum und genug Bodenfreiheit für Feldwege. Elektro-SUVs mit Anhängerkupplung decken viele Anforderungen ab, für schwere Lasten bleibt der Traktor zuständig. Im Oberland rund um Bad Endorf und den Chiemsee, wo Höfe oft an Steigungen liegen, lohnt eine Probefahrt auf den eigenen Wegen, Informationen zum Elektroauto in Bad Endorf geben einen ersten Eindruck.
Wartung und Werkstatt
Ein Vorteil, den Landwirte schätzen: Elektroautos brauchen weniger Wartung. Ölwechsel, Auspuff und Kupplung entfallen, die Bremsen verschleißen dank Rekuperation langsamer. Trotzdem sollte eine Werkstatt in erreichbarer Nähe sein. Betriebe im Münchner Umland finden einen Service für Elektroautos in München, im Rheinland gibt es entsprechende Angebote etwa für das Elektroauto in Grevenbroich und die landwirtschaftlich geprägten Orte rund um Düsseldorf.
Rechnung mit spitzem Stift
Ob sich der Umstieg lohnt, hängt von Fahrleistung, Anteil des Eigenstroms und Anschaffungspreis ab. Wer den Solarstrom sonst für wenige Cent einspeisen würde, spart mit jedem geladenen Kilometer deutlich gegenüber Diesel oder Benzin.
Der Bauernhof ist einer der besten Orte für ein Elektroauto: viel eigener Strom, planbare Wege, lange Standzeiten. Für ökologisch wirtschaftende Betriebe passt der Umstieg zudem zur eigenen Haltung.