Ratgeber
Vorgehängte und hinterlüftete Fassade dämmen
Neben dem WDVS ist die vorgehängte hinterlüftete Fassade (VHF) eine verbreitete Bauweise. Wir erklären Aufbau, Dämmung und Unterschiede.

Was ist eine vorgehängte hinterlüftete Fassade?
Bei einer vorgehängten hinterlüfteten Fassade (VHF) wird eine Fassadenverkleidung mit Abstand vor der Dämmung montiert. Zwischen Dämmung und Verkleidung bleibt ein Luftspalt, durch den Feuchtigkeit abgeführt wird.
Die Dämmung liegt direkt auf der Wand, davor sorgen Fassadenplatten für den Wetterschutz. Als Dämmstoffe kommen häufig Mineralwolle oder Steinwolle zum Einsatz, weil sie diffusionsoffen und nicht brennbar sind.
- Dämmung direkt auf der tragenden Wand.
- Hinterlüftungsspalt für Feuchteabfuhr.
- Fassadenverkleidung mit Dämmung als Gesamtsystem.
Unterschied zum WDVS
Beim Wärmedämmverbundsystem (WDVS) werden Dämmung und Oberfläche fest verbunden, ohne Luftspalt. Die VHF arbeitet dagegen mit einer belüfteten Ebene, was bauphysikalische Vorteile bei der Feuchte bieten kann, aber mehr Aufwand in der Unterkonstruktion bedeutet.
Beide Systeme haben ihre Berechtigung. Die Wahl hängt von Gebäude, Budget und gewünschter Optik ab.
Einordnung des Klinker-Verbundsystems
Der Haacke Isolierklinker ist ein Wärmedämmverbundsystem: Ein Dämmkern und echte, bei rund 1200 Grad Celsius gebrannte Klinker-Riemchen bilden eine feste Einheit. Es ersetzt die aufwendige Unterkonstruktion einer VHF und bringt zugleich eine massive, wartungsfreie Klinkeroberfläche mit.
Mit Dämmstärken von 74, 94 und 114 mm erreicht das System U-Werte bis etwa 0,26 W/(m²·K) und bis zu 40 Prozent Heizkostenersparnis. Es ist allgemein bauaufsichtlich zugelassen (DIBt Z-10.3-750) und fundamentfrei auf nahezu jedem Untergrund montierbar.
- Frostsicher und schlagregensicher, dauerhaft wetterfest.
- Wartungsfrei, nie streichen.
- Echte Klinkeroptik ohne aufwendige Unterkonstruktion.
Häufige Fragen
Fragen & Antworten
Eine Fassadenverkleidung wird mit Abstand vor der Dämmung montiert. Der Luftspalt dazwischen führt Feuchtigkeit ab und schützt die Konstruktion.
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